ross-road-garten-stanleyAm Morgen erreichen wir Ostfalkland und seine Hauptstadt Stanley. Stanley ist der Regierungssitz der Falklandinseln. Außerdem ist Stanley die einzige Stadt auf den Falklands. Und um es vorwegzunehmen: Viel gibt es dort nicht zu sehen. Warum sich der Besuch trotzdem lohnt.

tripadvisor listet für Stanley exakt 12 Sehenswürdigkeiten. Scheint nicht übermäßig viel zu sein, aber wenn man diese auf die Einwohnerzahl von 2.000 Menschen runterbricht, sieht das schon wieder ganz anders. Frankfurt kommt bei 700.000 Einwohner auf gerade mal 0,3 Sehenswürdigkeiten je 2.000 Menschen. Vergleichbar sind beide Städte natürlich trotzdem nicht ;)

Bereits vom Schiff und den Zodiacs aus, sehen wir die farbigen Dächer der Häuser, für die Stanley so bekannt ist. Bei grauem Himmel und leichtem Regen sehen diese aus wie Farbkleckse auf dunkler Leinwand.

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In Stanley gibt es auch keine “nasse Anlandung”, das bedeutet, das wir hier mit den Zodiacs an einem Steg anlegen und so ohne möglicherweise nasse Füsse an Land kommen. Hier wird man gerne auch mal tierisch begrüßt…

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Unmittelbar an der Anlegestelle beginnt die “Ross Road”, die größte und somit bekannteste Straße in  Stanley. Fast alle Sehenswürdigkeiten liegen übrigens an dieser ;)

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Auffällig sind die vielen Gift Shops, also die Souvenirläden. Von diesem gibt es hier überdurchschnittlich viele. Vermutlich deshalb, weil wirklich jedes Schiff auf dem Weg in die Antarktis hier hält. In jedem diesen Shops gibt es alles zu kaufen: Von Stiften, über Gläser, Schmuck und Geschirrtüchern bis hin zu Kleidung und Schnapsgläsern. Und jede Menge Souvenirs, die das Verhältnis der Falklandinseln zu Argentinien thematisieren. “Keep Calm And Keep The Falklands British” sehe ich öfter als nur an dieser Eingangstür.

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Auf der Ross Road liegt auch die Christ Church Cathedral. Die südlichste anglikanische Kathedrale der Welt wurde 1892 eingeweiht.  Gottesdienste werden hier jeden Sonntag abgehalten, Besucher sind zu diesen herzlich eingeladen.

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Weiter die Straße runter steht das Befreiungsdenkmal von 1982, das Liberation Memorial. Diese Gedenkstätte wurde von einem Falkländer entworfen, als Hommage an die britischen Streitkräfte und Zivilisten, die während des Falkland Konfliktes 1982 ihr Leben verloren.

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Die Redaktion, der auf den Falklands verkauften Zeitung “Penguin News” ist übrigens auch auch Stanley beheimatet :)

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Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht: Stanley bietet vielmehr als ein paar Highlights. Gerade wer sich für die Geschichte der Faklands und die von Stanley interessiert, ist hier genau richtig. Stanley punktet mit vielen geschichtsträchtigen Plätzen und mit “very british flair”. Rote Telefonzellen, englische Pubs, viktorianische Häuser  und das raue Wetter sorgen dafür, dass man sich mehr in London als in Südamerika, zu dem die Falklands geographisch gehören, fühlt.

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Fun Fact: Wusstet ihr, dass die Falklandinseln eine eigene Währung haben? Das Hauptzahlungsmittel ist das Falkland-Pfund. Das Falkland-Pfund, kurz FKP, wird in eigenen Münzen und Scheinen ausgegeben. Gezahlt werden kann mit dem FKP auch in Südgeorgien und den Südlichen Sandwichinseln. Mit nur etwa 5000 Benutzern ist es die am wenigsten verwendete Währung der Welt.

Weitere Informationen:

Falklandinseln und Stanley (wikitravel)
1982 – Konflikt um die Falklandinseln

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