meerDa ich am nächsten Morgen sehr früh wach bin, beschließe ich spontan, mir ein Taxi zur Playa Doradillo zu nehmen. An dem nur ca. 17 Kilometer entfernten Strand ist von September bis Oktober Hochsaison der Wahle watching-Season. Auch wenn diese Zeit schon vorüber ist, hoffe ich auf die Sichtung einiger Wale.

Nach einer kurvenreichen Fahrt über Schotter und unbefestigte Straßen, kommen wir an dem Strand an. Auch ohne Wale wäre dieser schon sehr schön, aber ich habe Glück. Direkt in der Bucht tummeln sich vier Wale, nur wenige Meter vom Strand entfernt. Außer mir genießen nur wenige Touristen in den frühen Morgenstunden das Spektakel. Wir sitzen in den Dünen und sehen den riesigen Tieren beim Schwimmen zu.

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Trotz der Nähe der Tiere zum Strand, kann ich mir nur ansatzweise vorstellen, wie groß diese wirklich sind. Beeindruckend sind sie allemal. Nach knapp zwei Stunden verlasse ich schweren Herzens den Strand und der Taxifahrer bringt mich zurück zum Hotel. Die Fahrt kostet vom Zentrum Puerto Madryn hin und zurück 360 ARS (zur Zeit knapp 34 Euro).
Spoiler-Alarm: Es werden nicht die letzten Wale sein, die ich auf meiner Reise sehe…

In Puerto Madryn esse in einem kleinen Café zu Mittag. Dann ist es endlich soweit: Auf zum Einschiffen!

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Nach dem Securitycheck meines Gepäcks und Prüfen meines Reisepasses, darf ich das Schiff betreten – und fühle mich sofort verloren. Dankenswerterweise werde ich von einem Steward direkt zu meiner Kabine gebracht. Dort treffe ich auf meine italienische Mitbewohnerin auf Zeit – Gabry wird mit mir die nächsten drei Woche die Kabine teilen. Und glückerweise nur sie – wir haben das Glück, dass unsere Viererkabine nur zur Hälfte belegt ist.
Während ich auf meinen Koffer warte, erkundige ich ein wenig das Schiff und klopfe an die Kabinentüren meiner Nachbarn, um mich vorzustellen. Nachdem alle Passagiere an Bord sind, gibt es eine Sicherheitsübung, in der uns das Anlegen der Rettungswesten und das Notfallsystem erklärt werden.

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Im Anschluß werden wir in die Bar auf Deck 6 eingeladen und mit einem Glas Champagner begrüßt. So kann es gerne weitergehen ;)
Noch am Abend verlassen wir den Hafen und beginnen unsere Reise Richtung antarktischer Kontinent.

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